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Daten

Alle Werte werden in Standardatmosphäre (1013 hpa, 15°C, LFK < 60% gemessen. Alle Fahrzeuge werden in Serienausführung (Spitzname „Buchhalterausstattung“) gemessen.

Motorleistung
Die Motorleistung ist die maximale Leistung die der Motor auf Dauer an der Kupplung abgeben kann. Alle für den Betrieb des Motors notwendigen Aggregate müssen durch ihn selbst angetrieben werden. Es wird eine Messreihe aus 10 Serienaggregaten gewählt und jeweils drei Messungen durchgeführt. Von dieser Messreihe wird das arithmetische Mittel gebildet. Von diesem Mittelwert darf keine Einzelmessung um mehr als 5% abweichen.

Bei der SAE-Messung dürfen Wasserpumpe und Lichtmaschine extern angetrieben werden und der Motor für die Messung speziell eingestellt werden. Daher sind die Ergebnisse um 10-25% höher.

Höchstgeschwindigkeit
Die Höchstgeschwindigkeit ist diejenige Geschwindigkeit, die das Fahrzeug aus eigener Kraft auf ebener Strecke bei Windstille erreichen und mindestens 1 Minute lang halten kann. Beim Ergebnis gibt es vier Interpretationsmöglichkeiten.
Die Höchstgeschwindigkeit des langsamsten -> Diese Geschwindigkeit wird von allen erreicht
Die Höchstgeschwindigkeit des schnellsten -> Diese Geschwindigkeit ist die defintive Höchstgeschwindigkeit, die aber nicht zwangsläufig erreicht werden muss
Der Durchschnittswert -> Diese Geschwindigkeit wird im Schnitt erreicht.
Der Mittelwert -> Von z.B. 25 getesteten Fahrzeugen waren 12 schneller und 12 langsamer als der geeichte Wagen

Beschleunigung
Die Beschleunigung ist diejenige Zeit in Sekunden, die vergeht um das Fahrzeug vom Stillstand auf 100 km/h (USA, GB: 96km/h) zu Beschleunigen. Startzeitpunkt ist das sich in Bewegung setzen des Fahrzeuges. Die Messung der Geschwindigkeit bei überschreiten der 100km/h Marke darf nicht durch den internen Tachometer vorgenommen werden, da dieser bei voller Beschleunigung einen nicht unerheblichen Schlupf unterliegt.

Hierbei wird interessanterweise stets der beste Wert genommen.

Kraftstoffvebrauch
Er wird in einem 1180 Sekunden andauernden Fahrzyklus gemessen, welcher sich in einen 780 Sekunden andauernden Stadtprofil und einem 400 Sekunden langen Überlandprofil unterteilt. Gestartet wird mit kaltem Motor.

Realitätsbezug
Bei der Motorleistung ist eine Serienstreuung von 5% zulässig. Wichtig hierbei ist, dass die Messungen mit nicht eingelaufenen Motoren durchgeführt werden. Daher liegt die Serienleistung in der Regel eher über als unter der Angabe. Allerdings sind die Werte mit denen sich viele durch eigene Messungen auf Radleistungsprüfständen brüsten mit Vorsicht zu sehen.

Bei der Höchstgeschwindigkeit ist fast allen Herstellern eine Abweichung des Tachos doch sehr willkommen. Rund 60% der Fahrzeuge erreichen ihre eingetragene Höchstgeschwindigkeit nicht oder nur mit Mühe und Not.

Bei der Beschleunigung darf man gut und gerne eine halbe Sekunde drauf addieren. Die Reproduktion der Messwerte ist für einen Laien fast nicht möglich, das es ihm an der Möglichkeit fehlt das erreichen der 100km/h Marke genau zu bestimmen. Man kann den Herstellern eine gewisse Absicht unterstellen die Geschwindigkeitsgeber an der angetrieben Achse zu befestigen, die vom Schlumpf bei voller Kraftabgabe sehr stark betroffen ist. Insbesondere bei Fronttrieblern. So erreichte ein Polo GTI die 100 km/h Marke erst als der Tacho bereits 112 km/h anzeigte. Bei durchlaufen der 100 km/h Marke gemäss Tacho war er in Wirklichkeit erst 89 km/h schnell

Beim Kraftstoffverbrauch weichen die Praxiswerte zum Teil erheblich von den Messwerten ab. Dies liegt aber weniger am Messverfahren, sondern eher am Fahrstil der meisten Autofahrer. Deutsche legen nach den Amis den unwirtschaftlichsten Fahrstil an den Tag. Die ermittelten Werte sind durchaus haltbar und können sogar unterboten werden.